Aktuelles · 07. August 2026
Das Jahr, in dem ich fast alles verloren hätte
Mein erstes Geschäftsjahr endete mit einem sechsstelligen Verlust. Ich war einen Monat davon entfernt, alles hinzuwerfen — und das ist der Grund, warum ich weiß, wie sich eine große Zahl anfühlt.
Sören Kämmerling Persönlich
Mein erstes Geschäftsjahr habe ich mit einem sechsstelligen Verlust abgeschlossen. Ende 2021 hatte ich mich selbstständig gemacht, als Franchise, mit einem fremden Namen über meiner Arbeit. Und dann lief es wirtschaftlich erst einmal gegen die Wand.
Es gab einen Moment, da war ich einen Monat davon entfernt, alles hinzuwerfen und zurück in die Festanstellung zu gehen. Ich habe stattdessen die letzte Ausfahrt genommen: Kosten radikal runter, weg vom fremden Etikett, hin zur eigenen Marke.
Ich erzähle das nicht, weil es sich gut anfühlt. Sondern weil viele, die zu uns kommen, vor einer ähnlichen Angst sitzen — nicht vor einer Firma, sondern vor einer großen Zahl unter einem Kreditvertrag. Ich kenne das Gefühl, wenn eine Entscheidung sich riesig und endgültig anfühlt. Dass ich damals durchgehalten habe, ist der Grund, warum ich heute neben unseren Kunden sitze und nicht neben einer Bank.
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