Ratgeber · Anschluss und Zinssicherung
Anschlussfinanzierung und Zinssicherung
Ein großer Teil unserer Gespräche dreht sich gar nicht um den ersten Kauf, sondern um das, was nach zehn oder fünfzehn Jahren kommt. Und ein Satz fällt dabei immer wieder: „Kümmert sich da eigentlich jemand?“
Wenn deine Zinsbindung endet, ist das Darlehen meistens noch nicht abbezahlt. Es bleibt eine Restschuld, und für die brauchst du eine Anschlussfinanzierung. Tust du nichts, läuft das Darlehen bei vielen Banken variabel weiter, und variabel ist in aller Regel teurer als eine neue Vereinbarung mit festem Zins.
Der zweite Punkt überrascht viele: Die Bank meldet sich oft erst wenige Wochen vor Ablauf. Bis dahin passt niemand darauf auf, ob sich ein passender Moment ergibt. Genau da setzen wir an, indem wir die Zinsbindung früh im Blick behalten und uns melden, wenn sich ein Fenster öffnet, nicht erst, wenn die Frist drückt.
Niemand kennt die Zukunft, eine Glaskugel haben wir auch nicht. Der Hebel ist deshalb nicht die Vorhersage, sondern der Vorlauf. Wer Jahre vor Ablauf anfängt zu beobachten, kann einen guten Moment mitnehmen, statt sechs Wochen vorher zu nehmen, was gerade da ist.
Ein Baustein dafür ist das Forward-Darlehen. In einfachen Worten: Du machst dir heute den Zins für eine Anschlussfinanzierung fest, die erst in einigen Jahren startet. Du bekommst Planbarkeit, dafür ist der Zins meist etwas höher als zum heutigen Stand. Ob sich das lohnt, hängt davon ab, wie wichtig dir Sicherheit gegenüber der Chance auf einen später tieferen Zins ist. Genau das rechnen wir gemeinsam durch.
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